Bericht zur Lage der MSV-Nation

Direkt als erste Nachricht:

das allseits beliebte Krippenspiel fällt dieses Jahr ins Wasser. Nein, wir gehen nicht ins Atlantis, fällt ganz aus. Habe mit dem Herbergsvater gesprochen und wir haben uns darauf geeinigt, dass wir das im nächsten Jahr an der gewohnten Stelle unter einem anderen Motto nachholen. Ist schade, aber die Umstände und Viren sollen sich erstmal wieder beruhigen, also geben wir dem System mal Zeit.

Ja, Corona lähmt schon ein wenig. Aber bis zum Lockdown light, wo bei ich persönlich keinen Unterschied zum ersten Lockdown spüre, war ja nicht alles schlecht.

Und wir haben ja das ein oder andere Ding erlebt.

Nachdem ja unsere Halle keinen Sport nach den Sommerferien zuließ, waren wir natürlich schon genervt.

Dann haben wir erst einmal die alljährliche Boßel-Tour durchgeführt.

Auch 2020 hat unser Guide Frank eine sehr schöne Strecke ausgesucht, die wir auch coronagerecht abgelaufen sind, weil wir ja nur 10 Spieler da waren. Das war aber auch wieder eine feine Aktion, das Wetter spielte mit, Hopfenkaltschalen waren in ausreichender Zahl vorhanden und wie fast immer wurde ein äußerst knappes Ergebnis erspielt. Die Siegerkisten kamen von Frank (X), Volker H., Robert, Ike und dem Präsi. Waldemar hat noch den Weitestenwurfweltmeistertitel geholt, hat aber auch direkt vom „Boxenluder“ einen Spruch gedrückt bekommen. Aber schön war’s. Und wir konnten dem Higgi einen Besuch abstatten, der hat sich bestimmt aufgrund der klimpernden Flaschen in der Bollerkarre gefreut.

Zwischendurch passierte noch etwas wunderschönes:

Volker P. und seine Berenice haben sich das JA-Wort gegeben. Trotz Corona, trotz aller Umstände … extrem toll.

Fußball war ja inzwischen wieder erlaubt, aber wir durften nicht. Voll doof. Aber wofür haben wir nicht Kontakte bis in die höchsten Kreise? Unsere internen Trainer, die wir an den SuS Hervest verliehen haben, haben mal an richtiger Stelle nachgefragt und siehe da: wir durften spielen.

SOGAR AUF RASEN!!

Da hieß es natürlich Stollen einbauen … oder neue Schuhe kaufen (Kiste gab es schon). Und das hat Spaß gemacht, egal ob auf dem richtigen Platz oder eine abgeteilte Wiese, einfach ein tolles Gefühl, wenn man sich dem Kampf gegen Sonne, Wind, Regen und Mücken stellt. Ja und Fußball gab es auch, Schmerzen waren auch danach vorhanden, aber anders. Irgendwie geschmeidiger 😊.

Das Jahr hat aber so seine Tücken, jedes mal wurde es abends eher dunkel. Auch da gab es eine Lösung in Form einer neue Lokation. Kleine Halle, kleine Tore, 3 gegen 3 voll ok und … sehr heimatnah für die Leute südlicher der Lippe. Einmal konnten wir das ausnutzen, dann kam mal wieder Corona dazwischen.

Die Online-Funktionen werden wieder aktiviert und wir hoffen, dass wir im Dezember noch etwas spielen können. Selbst Boule gilt ja schon als Hochrisikosportart.

Aber das kriegen wir alles gewuppt, der Normalbürger ist sehr geduldig. Hauptsache ist aber, dass jeder gesund bleibt und dass wir uns bald wieder sehen können. Pläne für 2021 gibt es, aber das wird eine andere Geschichte.

In diesem Sinne

immer schön negativ bleiben und regelmäßig desinfizieren.

Euer Präsi

MSV (Okt. 2019 – Mai 2020)

In diesem Jahr ist alles anders. Nicht alles, aber vieles. Fällt schon dadurch auf, dass noch kein Eintrag auf der Homepage für 2020 steht. Das ändern wir erst mal, weil es passierte ja trotz allem etwas.

Nicht chronologisch eingereiht, dafür aber umso trauriger: Dieses Jahr ist unser lieber Kumpel Markus in andere Gefilde abberufen worden. Wir werden ihn nicht vergessen, viele waren ja auch auf der Beerdigung. Und diese spezielle Lücke lässt sich auf keinen Fall füllen, dafür gab es nur den Higgi.

Nützt leider nix, weiter im Programm: Im Oktober 2019 waren wir bei dem Schießverein in Lembeck. Nochmal. Und es war wieder toll, das Bier ging gut unter die Leute und die Frikadellen waren erste Sahne (echt lecker). Ach so, auf kleine schwarze Punkte haben wir auch geschossen. Dabei hat sich gezeigt, dass altgediente Landser doch echt gut mit dem Schießprügel umgehen können. Volker H. hat mal nach 3 Runden alle abgehängt. 277 Ringe – Respekt. Dann war erst mal eine Lücke, die Plätze 2 – 7 trennten dann nur 30 Ringe (249 – 219 Ringe). Etwas abgeschlagen der Kassierer. War vielleicht nicht seine Höhe, weil es wurde ja mit Anschlag stehend geschossen. Trotzdem hat es allen sehr viel Spaß gemacht, das riecht ein bisschen nach erneuter Wiederholung.

Eisstockschießen gab es auch. Unter Zelten und so. War diese Jahr schön, weil wir die erste Runde überstanden haben (voll die Seltenheit). In der 2. Runde ging dann nicht mehr viel, mal wieder rausgeflogen.. Aber … für 2020 ist gebucht und bestätigt.

Um den Eisstock-Termin ist ja auch immer Krippenspiel. Diesmal wieder beim Klaus im Keller. War gut besucht, wie immer eine gelungene Aktion mit diversen Getränken, leckeren Speisen, Musik und vielen Geschichten. Noch mal ein Ball Hoi auf Klaus, dass er uns da immer beherbergt. Vielleicht ist es auch nicht so selbstlos, weil der Nachhauseweg recht überschaubar ist 🙂

Der Jahreswechsel ließ sich dann nicht mehr aufhalten und inzwischen ist ein weiteres Kultobjekt im Marienviertel nur noch als Erinnerung da. Das Jägerheim hat für immer seine Pforten geschlossen. Aber der MSV konnte Renate noch mal eine Freude machen, weil es gab einen MSV-Abend mit Schnitzeln und allem, so wie wir es von früher kennen. Das war eine wirklich gelungene Aktion, alle hatten viele Spaß und Renate konnte noch mal zeigen, dass so eine Erfahrung durch nichts zu ersetzen ist. Klasse Sache. Vielen Dank Renate und alles erdenklich Gute für eueren Ruhestand. 

Dann wurde es mal wieder sportlich und die Vereinsmeisterschaft 2020 wurde ausgetragen. Wie immer waren alle motiviert, wie immer waren einige angeschlagen, wie immer fielen diese Spieler dann aus. Also wurde gewechselt und verschoben. Am Ende klappte dann jedoch alles und es gab auch Sieger: Henno, Jens, Christoph, Schwatten und Dr. Pille. Auch gab’s Traditionssport, also 7-Meter-Schießen und Mattenrutschen. War wieder eine schöne Sache, Pizza und Pukkies gab’s auch.

Und als wir uns dann so richtig in Hochform trainiert hatten, da kam ein Gegner, den man nicht so einfach auf dem Feld ausspielen kann – CORONA. Nein, wir hatten keine Infizierten in den eigenen Reihen, es gab zwar Verdächtige, aber alles ohne Befund. Das schlimmste ist, dass die Halle bis heute geschlossen ist und wir zur Bewegungslosigkeit verdammt sind. Haben versucht, das mit diversen Alkoholen wieder auszugleichen, aber ohne Kumpels und dumme Sprüche war es nicht dasselbe. Dann hatte der Vize die Idee der Videokonferenz. Neue Medien -> Neuland. Aber inzwischen hat sich das System etabliert und jeden Mittwoch sind einige Leute dabei, die dummes Zeug quatschen und das ein oder andere Kaltgetränk zu sich nehmen. Sauber Sascha.

Die große Hoffnung liegt auf dem 30.05., dann sollen Sporthallen auch wieder für uns aufmachen 🙂 Schauen wir mal, was Corona und Regierung noch so alles in der Hinterhand haben. Coesfeld lässt nicht wirklich hoffen, aber das stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Also nicht Coesfeld, das Hoffen 😉 In diesem Sinne Euer Präsi